Newsletter SCNAT April 2015

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NEWS
150306 ForschungLive SCNAT
Die SCNAT macht Naturwissenschaften im Jubiläumsjahr schweizweit in verschiedenster Weise erlebbar. Während des ganzen Jahres finden Anlässe in Ihrer Region statt.

Demnächst im Programm des Jubiläums:

Mittwoch, 8. April 2015, 19:30, UniS, Bern
Vulkanausbruch Tambora – Wie gut sind wir heute für ein solches Ereignis gerüstet?
Öffentliche Veranstaltung mit Podiumsdiskussion zum Ausbruch des Vulkans Tambora vor 200 Jahren und den heutigen Folgen eines solchen Ereignisses.
 
Samstag, 9. Mai 2015, Schaffhausen
Vernissage des Buches «Die Naturforschenden»
Von der Eiszeit-Theorie über die Entstehung der Meteorologie und die Zürcher Rassenforschung bis zu SystemsX, dem Netzwerk der Systembiologen - 15 Historikerinnen und Historiker erzählen Geschichten aus 200 Jahren Naturwissenschaften. Das Buch «Die Naturforschenden» zeigt die Schweiz als Wissenschaftsnation. Zudem spüren die Historikerinnen und Historiker einige Besonderheiten des äusserst erfolgreichen Forschungsplatzes Schweiz auf. Das Buch «Die Naturforschenden» ist ein Pionierwerk, da die Wissenschaftsgeschichte der Schweiz grösstenteils noch im Dunkeln liegt. Initiiert von der Akademie der Naturwissenschaften, erscheint das Buch auf deutsch und französisch im Mai beim Verlag Hier&Jetzt.

Die SCNAT zieht in das neue Haus der Akademien

Die Akademien der Wissenschaften sind das grösste wissenschaftliche Netzwerk der Schweiz. Um die interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft noch besser fördern zu können, ziehen SCNAT, SAGW, SAMW und Science et Cité im April 2015 an einen gemeinsamen Geschäftssitz an der Laupenstrasse 7 in 3008 Bern. Diese neue Adresse gilt für die SCNAT ab dem 13. April 2015.

Permafrost Monitoring Switzerland (PERMOS) 2015-2018

Vereinbarung zur Weiterführung des Beobachtungsnetzes für die nächste Vierjahres-Periode unterzeichnet.
Die SCNAT und die beiden Bundesämter MeteoSchweiz und BAFU (Bundesamt für Umwelt) haben im April die Vereinbarung zur Weiterführung des Beobachtungsnetzes PERMOS für die nächste Vierjahres-Periode von 2015-2018 unterzeichnet. PERMOS dokumentiert und analysiert die langfristigen Veränderungen im dauerhaft gefrorenen Boden im Schweizer Alpenraum. Das Messnetz wird in der heutigen Form seit 2005 durch die drei Partner MeteoSchweiz, BAFU und SCNAT in Zusammenarbeit mit verschiedenen Hochschul-Instituten betrieben. In der dritten Periode seines Bestehens wird PERMOS 2015 seinen Sitz von der Uni Zürich an die Uni Freiburg verlegen.

Beitritt der Schweiz zur European Spallation Source ESS

Der Nationalrat hat am 20. März 2015 als Zweitrat die Beteiligung der Schweiz an der European Spallation Source ESS beschlossen.
Mit diesem Beschluss für einen Beitrag an die zweite Bau- und die Betriebsphase bis 2026 sichert sich die Schweiz den Zugang zur weltweit leistungsfähigsten Neutronenquelle, die zur Zeit in Lund, Schweden, im Bau ist. Die ESS ergänzt bestehende Anlagen und ermöglicht Schweizer Forschenden Experimente in der Materialforschung und Strukturbiologie durchzuführen, die in der Schweiz nicht möglich sind. Erstmals – und dies ist für die künftige Beteiligung der Schweiz an anderen europäischen Forschungsinfrastrukturen von grosser Bedeutung – wurde dabei das Verfahren der Anbindung der Schweiz an den für die ESS gültigen europäischen Rechtsrahmen ERIC (European Research Infrastructure Consortium) festgelegt.

Interaktive Buch-App weckt Freude an Mathematik

Auch Mathe-Muffel bekommen mit der neuen Tablet-App „Mathema“ Freude am Spiel mit Zahlen. Die App, die Forscher an den Universitäten Freiburg und Genf entwickelten, wurde unter anderem vom SNF-Instrument Agora finanziert, das der Wissensvermittlung dient und den Dialog zwischen Forschenden und der Bevölkerung fördert.

Forschungsmagazin Horizonte: Forschende in die Politik!?!

Während die Regierungen sich immer mehr auf Forschungsresultate berufen, haben die Wissenschaftler offenbar gewisse Berührungsängste, was die Politik angeht. Das Schweizer Forschungsmagazin beleuchtet diese komplexe Beziehung aus drei verschiedenen Perspektiven, beispielsweise diejenige des Politikers und Arztes Felix Gutzwiller, der in einem Interview für eine grössere Anzahl Wissenschaftler im Parlament plädiert. Weitere Artikel in der neuen Ausgabe analysieren die europäischen Unabhängigkeitsbewegungen, erforschen die grössten Unterwasserhöhlen der Welt, beleuchten die Geschichte des Verbrechens in den USA und erklären, warum die Schweiz im Kampf gegen Ebola eine zentrale Rolle spielt.

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz unterstützen die Stipendieninitiative

Bildung sollte für alle unter den gleichen Voraussetzungen zugänglich sein. Dafür setzen sich die Akademien der Wissenschaften Schweiz ein und unterstützen deshalb die Stipendieninitiative des Dachverbandes der Schweizer Studierendenschaften (VSS). Die Initiative möchte die kantonal stark unterschiedlichen Ausbildungsbeiträge vereinheitlichen. Es ist nicht haltbar, dass heute insgesamt weniger Geldmittel für deutlich mehr Studierende zur Verfügung stehen. Denn allein gut ausgebildete nachfolgende Generationen garantieren zum Beispiel die Alterssicherung der Bevölkerung.


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AGENDA
17. April 2015 bis März 2016, Kulturama, Stiftung Museum des Menschen, Englischviertelstrasse 9, Zürich
Körperbilder von Vesal bis zur virtuellen Realität
Vernissage am 16. April um 18:00 Uhr
Interaktiv und in die virtuelle Welt eintauchend, bietet diese Ausstellung eine Reise durch die wechselvolle Geschichte der Anatomie mit ihren Höhen und Tiefen. Sie können hier eine Auswahl von Bildern, Objekten und Zeugnissen der Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Kunst und Wissenschaft, zwischen Medizin und Gesellschaft entdecken. Im Mittelpunkt steht das Wirken des Arztes Andreas Vesalius (1514-1564), einer der Begründer der modernen Anatomie, dessen 500. Geburtstag 2014 gefeiert wurde. Alte Werke bis hin zu den neuesten Bildgebungs-Technologien, anatomische Präparate oder virtuelle Installationen laden Sie ein, durch die zahlreichen Spiegel unseres inneren Körpers zu gehen.

22. Mai 2015, Haus der Universität, Bern
Internationale Konferenz "The Human Right to Science: New Directions for Human Rights in Science"
Wissenschafter haben ein Recht auf Menschenrechte – aber Menschen haben auch ein Recht auf wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Anwendungen. Die Konferenz thematisiert dies am Beispiel Saatgutforschung und -politik, mit der Keynote von Farida Shaheed, der UNO-Sonderberichterstatterin zu kulturellen Rechten. Organisatoren der Tagung sind die Delegierte für Menschenrechte der Akademien der Wissenschaften Schweiz und das Komitee für Menschenrechte der deutschen Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.
Programm und Anmeldung (erforderlich)
 
13.-17. Juli 2015, Lausanne 
Summer School 2015: Die Welt der Insekten entdecken
Eine 5-tägige wissenschaftliche Entdeckungsreise für neugierige Jugendliche, angeboten von der SCNAT! Mit mehr als einer Million beschriebener Arten machen die Insekten den größten Teil der Biodiversität unseres Planeten aus. Theoretische Ansätze, Feldforschung, Identifizierung im Labor und Einführung in aktuelle Forschungsfragen – ermöglicht wird dieses vielfältige Programm durch ein Team von Experten aus Museen, der Wissenschaft und privaten Büros. Der Kurs richtet sich an Gymnasiasten/-innen, die ihre Maturität in den Jahren 2015, 2016 oder 2017 abschliessen werden. Kurssprache ist französisch. Anmeldeschluss ist der 30. April 2015.
http://biologie.scnat.ch/d/Veranstaltungen/summer-school/
 
 
Kontakt und Impressum
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Pascal Blanc | Schwarztorstrasse 9 | 3007 Bern
Tel. 031 310 40 93
www.scnat.ch

Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv.

 

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