Schweiz verleiht Chemiepreise an Spitzenforscher

(SCG, 7. Oktober 2004) Zwei international renommierte Auszeichnungen in der Chemie, der Paracelsus-Preis und der Werner-Preis der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft, wurden heute an George Whitesides von der Harvard University und Paul Dyson von der George Whitesides ist einer der bedeutendsten Chemiker der Gegenwart. Seinen grundlegenden Arbeiten im Bereich Mikro- und Nanotechnologie sind zahlreiche Fortschritte in der Entwicklung neuer funktioneller Materialien und in den Life Sciences zu verdanken. Sein wissenschaftliches Interesse gilt darüber hinaus einer breiten Palette von Fragestellungen, vom Ursprung des Lebens über die Entstehung von Komplexität bis hin zur Chemie in Entwicklungsländern. Prof. Whitesides ist 65-jährig und forscht an der Harvard University in Cambridge, USA. Der Brite Paul Dyson ist 38 Jahre alt und seit 2002 an der ETH Lausanne tätig. Sein Forschungsschwerpunkt sind ionische Flüssigkeiten als neuartige Lösungs-mittel, mit denen die Leistungsfähigkeit eines chemischen Katalysators und die Umweltfreundlichkeit von chemischen Reaktionen massgeblich verbessert werden können. Der mit CHF 20'000 und Goldmedaille dotierte Paraclelsus-Preis ist die höchste Auszeichnung der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft (SCG). Den Werner-Preis – CHF 10'000 und Medaille – verleiht die SCG an Nachwuchswissenschafter für hervorragende Forschungsarbeiten in der Chemie. Die beiden Preise wurden im Rahmen der Herbstversammlung der SCG an der Universität Zürich-Irchel verliehen. Über 500 Personen aus Wissenschaft und Industrie nahmen an den Feierlichkeiten teil.

TPL_BEEZ2_ADDITIONAL_INFORMATION