PRESSEMITTEILUNG: Chemie-Preis für kräftiges Haar

Innovatives Herstellungsverfahren für Biotin wurde mit 20 000 Franken ausgezeichnet. Bern, 7. Februar 2008 Der diesjährige Sandmeyer-Preis der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft geht an ein Forscher-Team aus Basel. Ausgezeichnet wird ein umweltfreundliches Verfahren zur Herstellung von Biotin, auch bekannt als Vitamin H. Biotin ist für gesundes Haar verantwortlich und wird Nahrungsmitteln zugesetzt. Einer Gruppe von Chemie-Forschern ist es gelungen, die industrielle Herstellung von Biotin bedeutend zu vereinfachen. Das neue Verfahren ist billiger als das herkömmliche und belastet weniger die Umwelt. Der Verbrauch von Lösungsmitteln und Wasser und die Abfallmenge verringern sich erheblich. Biotin ist notwendig für das Zellwachstum. Ein Mangel zieht schwere Erkrankungen nach sich und kann zu Hautentzündung und Haarausfall führen. Es wird daher auch als Vitamin H bezeichnet (H steht für Haut). Biotin wird heute zahlreichen Nahrungsmitteln zugesetzt. Da es Haare und Fingernägel stärkt, findet es sich in Vitaminpräparaten und Kosmetika. Als Zusatz in Tiernahrung fördert es die Hufbildung bei Nutztieren (z.B. Pferden und Kühen) und den Fellglanz bei Haustieren. Die Schweizerische Chemische Gesellschaft (SCG) hat das neue Verfahren mit dem Sandmeyer-Preis ausgezeichnet. Sie vergibt diesen jährlich für eine hervorragende Arbeit aus der industriellen oder angewandten Chemie. Die Forscher empfingen das Preisgeld von 20 000 Franken an der Frühjahrstagung der SCG. Die Preisträger sind Werner Bonrath, Reinhard Karge, Thomas Netscher und Felix Roessler von der Firma DSM Nutritional Products und Felix Spindler von der Firma Solvias aus der Region Basel. Mit der Auszeichnung sehen die Preisträger ihr Beharrungsvermögen belohnt, wie Reinhard Karge bei der Preisverleihung bemerkte. Nur wenige ihrer Fachkollegen glaubten an das gesuchte neue Verfahren. Es brauchte deshalb einen starken Glauben, Überzeugungsarbeit und Risikobereitschaft, um die Entwicklung voranzubringen. Georg Frater, Präsident der SCG, betonte, die prämierte Arbeit sei das Beispiel einer schöpferischen Zusammenarbeit zwischen zwei Firmen.

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