SCNAT Newsletter, Oktober 2018

181016 SCNAT Newsletter


Die Nettoemissionen von CO₂ müssen bis 2050 weltweit auf null sinken

Um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, braucht es einen raschen und tiefgreifenden technischen und gesellschaftlichen Umbau. Das zeigt ein neuer Sonderbericht des Weltklimarats, den das Forum für Klima und globalen Wandel (ProClim) in Bern vorgestellt hat. Weiter

Wundermittel? Biowaffe? Hype? Auf jeden Fall ein ausgezeichnetes Video!

Der Animationsfilm «Gene Drives – Wundermittel? Biowaffe? Hype?» des Forums Genforschung hat bei Fast Forward Science 2018 den dritten Preis in der Kategorie «Substanz» gewonnen. Der Wettbewerb zeichnet Webvideos aus, die sich mit Wissenschaft und Zukunft auseinandersetzen. Weiter

«Gen-Informationen müssen für die Forschung frei verfügbar bleiben»

Schweizer Forschende sollen digitale Gen-Informationen weiterhin frei nutzen dürfen. Das fordern die Akademien der Wissenschaften Schweiz. Zurzeit wird eine Verschärfung des Nagoya-Protokolls diskutiert, das die faire Nutzung genetischer Ressourcen regelt. Weiter

Ein Jahr der Extreme für Schweizer Gletscher?

Im Hitzesommer 2018 verzeichneten die Gletscher massive Verluste. Ohne die riesigen Winter-Schneemengen wäre die Schmelze noch viel dramatischer ausgefallen. Mit einer Häufung von Extremjahren haben die Schweizer Gletscher in den vergangenen zehn Jahren einen Fünftel ihres Volumens verloren, berichtet die Expertenkommission für Kryosphärenmessnetze der SCNAT. Weiter

Geoengineering: Emissionen rückgängig machen oder die Sonneneinstrahlung

verändern?Um die globalen Klimaziele zu erreichen, sind technische Massnahmen nötig. Solche Eingriffe ins Klimasystem, als Geoengineering oder Klimaintervention bezeichnet, sind aber mit kaum abschätzbaren Kosten und Risiken sowie mit unerwünschten Nebenwirkungen verbunden. Ein Faktenblatt der Akademien der Wissenschaften Schweiz stellt die verschiedenen Verfahren und ihre Vor- und Nachteile vor. Weiter

Lieber solide wissenschaftliche Ergebnisse als viele

Das Wissenschaftssystem wächst, denn Produktivität wird belohnt. Was in der Wirtschaft sinnvoll sein kann, führt in der Wissenschaft zu Fehlanreizen. Die Qualität wissenschaftlicher Ergebnisse kann teils nicht mehr ausreichend gesichert werden. In Zeiten von Fake News darf das Vertrauen in die Wissenschaft aber nicht gefährdet werden. Die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften und die Akademie der Naturwissenschaften plädieren in einer neuen Publikation für Qualität vor Quantität. Weiter

Beyond impact factor, h-Index and university rankings: Evaluate science in moremeaningful ways

Scientists and scientific institutions increasingly compete for limited employment opportunities and research funding. The ambition to allocate the available means favoured quantitative metrics to assess the scientific merit. However, these measurements potentially undermine the quality in science. A conference held on 21 November 2018 in Bern shows the limitations of such metrics. It presents assessment approaches that challenge conventional metrics and discusses whether steps are necessary to maintain the high quality of the Swiss science landscape long-term. More

Neu bei der SCNAT: Ursula Schüpbach und Marc Türler

Seit dem Oktober 2018 leitet die Geografin Ursula Schüpbach die Interakademische Kommission Alpenforschung (ICAS) und die Forschungskommission des Schweizerischen Nationalparks (FOK). Sie folgt auf Thomas Scheurer, der pensioniert wurde (Interview). Gleichzeitig hat der Physiker Marc Türler die Leitung der Plattform «Mathematics, Astronomy and Physics» (MAP) von Christian Preiswerk übernommen. Die MAP umfasst verschiedene Fachgesellschaften und Arbeitsgruppen. Sie unterstützt unter anderem die Tätigkeiten dieser Organisationen und fördert die Forschung und Bildung im Bereich Mathematik, Astronomie und Physik.

Herausragende Leistungen bei der Erforschung des Klimawandels

Reto Knutti, Präsident des Forums für Klima und globalen Wandel (ProClim) der SCNAT und Professor für Klimaphysik an der ETH Zürich, wird für seine Leistungen bei der Erforschung des Klimawandels und für die Vermittlung seiner Erkenntnisse an die Öffentlichkeit mit dem Brandenberger-Preis 2018 ausgezeichnet. Der mit 200'000 Franken dotierte Preis zählt zu den höchsten Stiftungspreisen in der Schweiz. Weiter

Wilder Westen im Untergrund

Geothermie, Metroröhren, Leitungen – unter der Erde nimmt das Gedränge zu. Durch die vielfache Nutzung des Untergrunds stellen sich neue Fragen: Wem gehört er eigentlich? Welche Prioritäten sind zu setzen? Bisher hat die Schweiz diese Aspekte noch kaum geregelt. Die laufende Revision des Raumplanungsgesetzes sieht nun vor, den Geltungsbereich auf das Erdreich auszudehnen. Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins «Horizonte». Weiter

«My fear is that the tasks are underestimated severely by open data advocates»

On the national and the international level science is pushing towards open data. As noble as the principle is, the challenges for scientists are immense. Nicolas Thomas, space scientist from the University of Bern, will talk at the event «Open Data and Data Management – Issues and Challenges» on 29 October organised by SCNAT in Bern. The workshop will discuss open questions related to the implementation of the open data concept in Swiss science with representatives from all relevant funding organizations. More

Think Tanks: Rolle und Einfluss in der Schweizer Politik

Denkfabriken liefern wichtige Impulse zu gesellschaftlichen Fragen und beeinflussen die politische Debatte. An einer Tagung der Stiftung Wissenschaftliche Politikstipendien werden ihre Rolle und ihr Einfluss diskutiert sowie die Chancen, die eine Ausbreitung politiknaher Denkfabriken für ein wissenschaftlich informiertes Policy Making mit sich bringen. Melden Sie sich bis zum 24. Oktober an. Weiter

Weitere Aktivitäten der SCNAT

> www.scnat.ch/events

 


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